Canon CanoScan 9000F Mark II


Der CanoScan 9000F Mark II ist derzeitig Canon’s Topscanner für das Scannen von Filmen. Er ist aber auch der Einzige!

Canon tituliert ihn selber als Premiumscanner, das ist er selbstverständlich nicht. Ein Premiumscanner wäre das Beste was es gibt, und die besten die es gibt sind Trommelscanner jenseits der 20.000€ Marke ;-). Und der 9000F Mark II kostet nur 200€!

Mein Bericht erfolgt ausshließlich vor dem Hintergrund, das ich mit ihm Negative und Dias scanne. Ich beurteile ihn nicht als Scanner für Papierbilder oder als Dokumentenscanner. Oblgeich ich das auch häufig mache und mit den Ergebnissen in jeder Hinsicht mehr als zufrieden bin.

Grundsätzlich empfehle ich für eine sehr tiefgehende Betrachtung von Scannern die Seite http://www.filmscanner.info, es gibt über dieses Thema derzeit keine bessere. Obgleich den Spezialisten dort auch Fehler. bzgl. der Abkürzungen SPI – PPI – DPI – LPI passieren. Hierzu empfehle ich meinen Artikel Auflösung und deren Abkürzungen.

Die Software des Scanners ist zwar relativ logisch aufgebaut, aber dennoch ist es den Programmieren gelungen, die Oberlfäche etwas kompliziert und nicht vollständig intuitiv aufzubauen. Deshalb gibt es einige Dinge, die beachtet werden dürfen.

Sofern noch nicht geschehen, folgt jetzt die Installation.

Bevor Sie die Software von der CD installieren, lassen Sie die links liegen und nehmen gleich die neueste >Canon Software per download.

  1. Bauen Sie den Scanner auf (mit Stromkabel), dearretieren Sie gemäß Anleitung die Transportsicherung.
  2. Schalten Sie den Scanner ein.
  3. Schließen Sie den Scanner noch nicht mit dem USB Kabel an den PC.
  4. Downloaden Sie den Treiber und installieren Sie diesen.
  5. Während der Installation werden Sie aufgefordert den Scanner nun mit dem USB Kabel an den PC anzuschließen.
  6. Ist die Installation abgeschlossen, finden Sie das neue Programm IJ Scan Utility.

Sie können jetzt selber entscheiden ob Sie die weiteren Programme Quickmenü etc. installieren wollen. Aus meiner Sicht sind sie vollkommen unnötig.

Für das Scannen von Filmstreifen, Dia-Rahmen etc. benötigen Sie jedenfalls das Programm IJ Scan Utility, mehr nicht. Weder brauchen Sie Quick Menu noch My Image Garden installieren. Wenn Sie IJ Scan Utility öffnen, nutzen Sie für das Scannen von Negativen/Dias bitte den Button ScanGear, denn nur dieses „Unterprogramm“ ist in der Lage professionell, Film zu scannen. Die anderen: Automatisch – Foto – Dokument – Benutzerdef. – Zusammenf., sind nicht in der Lage Film zu scannen und entsprechend zu konfigurieren.

Bevor wir aber mit dem Scannen loslegen sollten noch einige Einstellungen vorgenommen werden. Wir schauen als erstes in die generellen Einstellungen. Öffnen Sie das Programm IJ Scan Utility, nun auf den Button „Einst…“, das ist der Button unterhalb der Button „Zusammenf.“ und „ScanGear“.

Hier stellen Sie bitte im ersten Kartenreiter, unten im Punkt ScanGear, dann auf der rechten Seite unter den Speichereinstellungen, dass Format auf TIFF. Dieses Format ist am Besten dazu geeignet in einem Bildverarbeitungsprogramm z. B. Lightroom, weiter verarbeitet zu werden. Weder jpeg und erst nicht png sind gut genug dafür. Der Button Einstellungen … hat nur noch weitere Einstellungen bzgl. der Kompression von jpeg und pdf Dateien, irrelevant für’s weitere Filmscannen. Nun bitte den Haken bei „Großformatige Bildscans aktivieren“ setzen. Das hat den Vorteil, dass nun auch manuell gezogene Rahmen gemacht werden können. Dazu kommen wir später noch. Die Meldung das dies einige Einschränlungen mit sich bringt, können wir ignorieren. Das hat nur Einfluß auf den einen oder anderen automatisierten Scannbutton auf der Oberseite des Scanners. Nähere Detail lesen Sie bitte im Handbuch dazu.

Weiter unten haben wir das Menü „Anwendungseinstellungen“, ich habe dort Keine Anwendung starten angeklickt. Das war’s hier. Nun gehen wir in den dritten Kartenreiter. Dort habe ich den temporären Ordner auf C:/Temp gesetzt. Das ist eine individuelle Einstellung von mir. so hab ich Tempdateien immer im Blick und der Ordner wird regelmäßig gelöscht. Von diesem Programm fällt allerdings nichts an. Hier werden nur während des Scanvorgangs temporäre Dateien ausgelagert.

Jetzt noch auf ok und das war es in diesem Fenster. Jetzt gehen wir endlich auf ScanGear und als erstes wieder mal auf den Button „Voreinstellungen …“. Den finden finden wir recht unten.

Im 1. Kartenreiter können Sie selber entscheiden was Sie unter den automatischen Ein- und Ausstellungen aktivieren. Ebenso beim geräuscharmen Modus. Ich hab in ausgeschaltet. Temporärer Ordner wie oben.

Kalibrierung Zeit prüfen.

Im nächsten Kartenrieter vorschau

 

Kartenreiter Scannen

 

Kartenreiter Farbeinstellungen

 

Nun stellen wir den Fenstermodus von Basismodus auf Erweiterterter Modus um. Rechts oben.

 

 

Du hast den „Fehler“ gemacht, das Du nicht in die Ansicht für Miniaturansichten geschaltet hattest, dann kannst Du nämlich alles scannen und erkennt dann den Film auch immer richtig.

Alles über 3.000 spi ist bei diesem Scanner (räusper) Schwachsinn. Effektiv macht er ehr nur max. 1800 spi. Ich nutze gerne 3000 spi für große Ausdrucke ab 1m breite. Das hat den Vorteil das ich in PS nicht so stark vergrößern muss. Zwar kann PS extrem gut vergrößern aber ein vorbereiteter Scan ist etwas besser als die bikubische Berechnung. Ab ca. 8000 spi leidet die Auflösung und der Scan wird weicher.

Wie jede Software, muss man alle Schalter, auch insbesondere die manuelle Farbkorektur erstmal bei mehreren Scan ausprobieren. Die Kurve ist sehr mächtig, will aber gekonnt bedient wissen.

Unter der Voraussetzung das man nicht 100 realitätsgetreue Scans haben will, ist die Kombination außerordentlich gut. Will man 100% Realität, dann Vuescan oder Silverfast mit IT8 Targets zum kalibrieren. Das zwingt allerdings ebenfalls zur Monitorkalibrierung! Möchte ich allerdings nicht.

Kleiner Tipp, in keinem Fall die Bildglättung, Scharfzeichnen und Gegenlicht aktivieren. Das macht nahezu jede Software erheblich besser! Uns selbstverständlich FARE bei Schwarzweiß ebenfalls deaktivieren.

Bei extrem abgelaufenen Filmen (extreme Farbverschiebungen) hilft die Farbkorrektur Niedrig und Mittel schon sehr gut und reicht meistens um einen schönen Look zu bekommen.

In der normalen Miniaturansicht gibt es Aktualisierungsprobleme, wenn bei der Farbkorrektur hin und her geschaltet wird. In der Zoomansicht ist es aber korrekt zu sehen.

Ich persönlich habe in den Voreinstellungen im Menü Scangear Beschneiderahmen für Miniaturansichten „Größer“ eingestellt. So habe ich immer etwas von der Maske auf dem Scan und weiß definitv es ist immer alles gescannt worden. Beschneiderahmen ist bei mir ausgeschaltet. 48/16bit ausgabe ist eingeschaltet.

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