Wie Bilder wirken – George Barr


Buch - Wie Bilder wirken von George Barr
Buch – Wie Bilder wirken von George Barr

 

Gebundene Ausgabe, Hardcover mit Kunststoffüberzug, ohne Schutzumschlag, 1. Auflage 2011, deutsch, 1,24 kg, 220 Seiten

Fremde Bildanalysen sind für mich immer sehr interessant und spannend zu lesen um gerade meine Meinung über das Bild zu vergleichen und daher schlussendlich wertvoll. Bekomme ich doch eine andere Sichtweise und  kann meine Eigene dadurch selber, besser reflektieren und vielleicht auch lernen.

George Barr ist kein unbekannter Fotograf, aber das ist eigentlich keine Voraussetzung dafür, dass ich mir das Buch kaufte.

Mir gefällt sein Schreibstil und das er in seinen Analysen nicht zu einem Ergebnis kommt, sondern er dem Leser nur seine Eindrücke schildert und es dem Betrachter somit ermöglicht, die Bilder selbst kennenzulernen.

In dem Buch befinden sich nur Fotos aus der Kunstfotografie, keine Reportagebilder, keine Dokumentationen. Die Bilder entstanden mit einem bunten Mix interessanter Kameras: Von analogen Großformatkameras, Mittelformat über Polaroid, Digital bis hin zur kleinen Kompaktknipse.

Fast jede Bildbesprechung gliedert sich in die Teile: Bildname und Jahr der Aufnahme – Analyse von George Barr – Sichtweise des Fotografen – Biografie des Fotografen und die Aufnahmetechnik mit manchmal etwas Hintergrund zur Entstehung des Bildes. Jeder Fotograf ist auch mit einem kleinen Porträt abgebildet.

Seine Analysen sind geprägt vom Eindruck seines Sehens. George Barr, Canadier, hat bekannte und unbekannte Fotografen eingeladen an seinem Buch mitzumachen. Naturgemäß ergibt sich daraus, dass Fotografen des amerikanischen Kontinents überrepräsentiert sind. Auch Frauen kommen zu kurz. Worauf Barr selbst in der Einleitung hinweist.

Um die Beurteilung des Bildes von Barr zu verstehen, muss man als Leser die Bilder länger betrachten. Nicht wie wir es üblicherweise gewohnt sind, kurz schauen und entweder, ja gefällt mir oder halt nicht. Bilder offenbaren meistens bei längerem Hinsehen mehr als wir es erwarten. Einige gute Bilder habe ich mir manchmal bis zu 15 Minuten angeschaut. Was sich dabei zutage fördert, ist sehr spannend. Macht man das noch mit Musik können Bilder gewaltig wirken. Ich weiß nicht ob Barr auch Musik gehört hat, doch seine Bildmeinungen sind schon tief gehend. Ich mag sie sehr, vielleicht auch, weil ich ähnlich argumentiere wie er.

Sehr gut finde ich, das der Fotograf auch seine Sichtweise des Bildes darstellt. Das kann zwar zu einer kontroversen eigenen Beurteilung des Lesers führen, kann aber auch lehrreich sein, im Sinne von „Sinn Verstehen“. Die einzelnen Biografien sind manchmal etwas lang und sehr auf Werbung getrimmt, aber wer mag es einem Fotografen verübeln.

Ein lehrreiches Buch für jeden Berufsfotografen und jeden professionellen Fotografen!

Der Preis von 39,90€ ist angemessen.

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