Canon EF 70-300mm 1:4,0-5,6L IS USM


Endlich was Ordentliches!

Da ist Canon eine schöne Überraschung gelungen. Für diesen attraktiven Brennweitenbereich haben sie sich etwas besonderes einfallen lassen: Es ist ein L-Objekt geworden und somit das erste L-Objektiv in diesem Bereich. Das bedeutet aber auch alle Vor- und Nachteile dieser Luxusklasse. Als erstes zu beachten, der relativ hohe Preis, wer diese Anschaffung nicht abschreckt, der bekommt das derzeit auflösungsstärkste 70-300mm Zoomobjektiv von Canon.

Die Auflösungsleistung liegt selbst für Zoom-L-Objektive auf sehr hohem Niveau. Andere Objetkive wie das Canon EF 70-300 1:4-5,6 IS USM und das EF 70-300 IS DO USM sind jetzt klare Aussenseiter geworden. An Festbrennweiten in diesem Telebereich kommt es jodoch nicht heran. Erstaunlich das Canon hier ein kleines Kuststück gelungen ist. Die Offenblendleistung ist bereits so hoch, dass man durch – wie üblich – Abblenden keine signifikante Auflösungssteigerung erreicht!

Die andere Seite der Medaillie: Die chromatische Aberration ist bei Offenblende deutlich sichtbar (Bei Motiven mit sehr stark ausgeprägten Dunkel-Hell Übergängen). Und auch leichte tonnenförmige Verzeichnungen bei 70mm, die bei 135mm in kissenförmige Verzeichnungen übergehen bleiben nicht unendeckt. Die Offenblende vignettiert das 70-300’er in der Anfangsbrennweite um eine Blende, bei 135mm mildert sich die Randabdunkelung dann auf unbedeutende 0,2 EV ab und steigert sich wieder in der Endbrennweite auf knapp über einer Blende. Das ist im Testlabor herausgekommen! Meine persönlichen Erfahrungen, nach vielen Wochen in der Praxis zeigen mir, dass das Objektiv damit anscheinend nur im Nahbereich zu kämpfen hat, ab mehreren Metern scheint dies unerhbelich zu sein! Die Autofokusleistung liegt mit 100% fast auf Topniveau!

Canon hat ein richtigs L-Objektiv (L= Luxus, lt. Canon) konstruiert, Massiv gebaut, kein billiges Plastik und nichts klappriges am Objektiv, sowie ein umfassenden Staub- und Spritzwasserschutz. Das hat allerdings auch ein erhöhtes Gewicht zu Folge. Fast ein Kilo gilt es zu halten (optional ist eine Stativschelle „C“ W erhältlich). Wie bei L-Objektive üblich wird eine Streulichtblende und ein sehr hochwertiger und praktischer Lederbeutel mitgeliefert.

Acht Blendenlamellen sorgen für ein weiches Bokeh im Unschärfebereich. Den Tubus eingefahren bei 70mm, kann eine Sperre (Lock) arretiert werden, so dass der Tubus nicht hinausfahren kann. Aber auch wenn das Objektiv mit ausgefahrenem Tubus noch oben gehalten wird, fährt es nicht ein und umgekehrt wenn es eingefahren zum Boden geneigt wird, fährt es nicht heraus. Das Objektiv hat den neuesten vierstufen Bildstabilisator, der auch im EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM eingebaut wurde. Bis dato der leiseste, der bisher in Canon Objektiven verbaut wurde.

Das Canon 70-300 1:4-5,6L IS USM ist eines der leistungsstärksten Zoom-Objektive in der Canon Welt. Noch kompakt genug und nicht zu teuer. Der Fotograf, ob ambitioniert oder Profi, wird seine Freude dran haben. Und trotzdem, ich durch mein 50’er 1,4 und mein 85’er 1,8 sehr lichtstarke Objektive gewöhnt bin, dass neue 70-300 ist jetzt schon mein Lieblingsobjetkiv!

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