Manfrotto Dreibeinstativ 055XPROB


Irgendwann kommt man zu dem Punkt, an dem die bisherige Ausrüstung nicht mehr reicht. Sei es, dass die Anforderungen steigen oder man gewillt ist, einfach etwas Besseres zu haben.

Mein bisheriges Dreibeinstativ ist, ob seines Alters, immer noch eines der meist verkauften Stative, will man google glauben; das 190XPROB. Es ist, um die wichtigsten Eigenschaften aufzuzählen, sehr leicht und stabil, aber halt in gewissen Grenzen.

Nun war die Zeit gekommen “aufzurüsten”, die Kamera und Objektive sind ist größer geworden. Das 055XPROB ist nun mein Begleiter (mein viertes Stativ, und wieder schwerer geworden), mit all seinen Vorteilen und Nachteilen. Diese will ich Ihnen nun etwas näherbringen.

Fangen wir mit den technischen Angaben, hier im Vergleich zum kleineren 190XPROB in Klammern:

  • – Zusammengeschoben (Packmaß) 65,5 cm (57 cm)
  • – max. Länge mit ausgefahrener Mittelsäule 178,5 cm (146 cm)
  • – max. Arbeitshöhe mit eingefahrener Mittelsäule 142 cm (122 cm)
  • – minimale Arbeitshöhe 10 cm (8,5 cm)
  • – Gewicht 2,4 kg (1,8 kg)
  • – maximale Belastbarkeit 7 kg (5 kg)

Sie sehen schon einige Werte gehen sehr auseinander, andere wiederum bleiben sehr nah beieinander. Für mich war die spürbare Stabilität ausschlaggebend. Stativtests sind schön und gut, für mich zählt, was passiert, wenn ich oben mit der Hand dran rüttele. Und das überzeugte mich!

Das Stativ selber war aber nicht der eigentliche Grund, warum ich umgestiegen bin; es war der Stativkopf. Der Kugelkopf machte mich bei Architekturaufnahmen wahnsinnig. Es war keine präzise Komposition möglich. Aber das ist Thema meiner anderen Rezension über den Getriebeneiger 405 Pro-Digital.

Das 055XPROB ist im Vergleich zum 190XPROB ansonsten absolut baugleich, deshalb gilt die Rezension des kleineren Statives, bezüglich der Eigenschaften, 1 zu 1.

Damit Sie das aber nicht zusätzlich lesen brauchen, erfinde ich das Rad nicht neu und entnehme ein wenig Text aus der Rezension 190XPROB:

[…] Um es vorweg zunehmen, das Besondere ist die etwas andere Mittelsäulentechnik. Sie ist nicht starr und lässt sich in einem 90-Grad-Winkel arretieren. Das ist schon etwas Spezielles, lässt es doch so horizontale Aufnahmen zum Boden zu. Dabei ist die Bedienung sehr benutzerfreundlich. Lediglich ein Knopf am unteren Ende der Mittelsäule muss eingedrückt werden und schon lässt sich die Mittelsäule in die Horizontale bringen. Vorher muss die Mittelsäule durch eine Flügelschraube gelöst werden. Damit können Sie z. B. Dokumente exakt parallel ablichten.

Ohne feststehende Mittelsäule fallen aber die üblichen Streben zur Stabilisierung der Stativbeine weg. Um sie dennoch fest arretieren zu können, sind vier Einrastpositionen für jedes Bein individuell einstellbar. Dies ermöglicht in Verbindung mit den üblichen Verstellmöglichkeiten, der Drei Teleskop Beinsegmente je Bein, über die Schnellspannverschlüsse, eine sehr flexible Schrägstellung des Stativs. Zwei der Stativbeine weisen überdies gepolsterte Schultern auf, das ermöglicht auch bei kalten Temperaturen ein angenehmes Anfassen, ohne das Aluminium direkt zu berühren.

Durch die Einzelaufhängung der Stativbeine ist zudem eine extrem flache Abspreizung möglich. So ist das Stativ bei maximaler Spreizung der Beine, nur noch insgesamt ca. 10 cm hoch, das erfreut jeden Makrofotografen – nur bei horizontaler Position der Mittelsäule.

Wie bei jedem professionellen Stativ muss man den Kopf zusätzlich kaufen. So bleibt einem nichts anderes übrig, aus einer unermesslichen Anzahl an Stativköpfen, ob Drei-Wege-Neiger, Kugelkopf etc. das Beste herauszusuchen. Zusätzlich kann der Stativkopf durch drei von unten eingelassene Sicherungsschrauben fixiert werden.

Das Stativ ist fast vollständig aus Aluminium.“ […]

Doch die Nachteile sollen nicht verschwiegen werden. Es ist schwer und groß. Zweieinhalb Kilo, ohne Kopf; ca. ein halbes Kilo mehr als das 190’er. Sehr groß im ausgefahrenen Zustand der Stativbeine. Mit Stativkopf und Kamera sind wir in Höhe des Suchers bei ca.160 cm.

Fazit: Es ist ein sehr stabiles Stativ zu einem angemessenen Preis für höhere Ansprüche des ambitionierten Fotografen. Eine EOS 1D mit angesetztem 300mm 1:2,8L IS USM Tele stellt kein Problem das. Vorausgesetzt der Stativkopf spielt mit.

Ich bedanke mich – haben Sie Fehler gefunden? Ist Ihnen noch etwas unklar? Kennen Sie weitere Fakten? Dann nutzen Sie bitte den Kommentarbutton und schreiben Sie mir.

Dreibeinstativ 055XPROB Dreibeinstativ 055XPROB

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